Vernetzungschemikalien sorgen durch chemische Reaktion für die dauerhafte Elastizität und Formstabilität von Gummi – ein zentraler Bestandteil bei der Herstellung funktionaler Gummiteile.
Vernetzungschemikalien sind reaktive Zusatzstoffe, die in Compounds aus Kautschuk eingesetzt werden, um während der Vulkanisation chemische Brücken zwischen den Polymerketten zu erzeugen. Durch diese Quervernetzung entsteht aus einem plastisch verformbaren Material ein elastischer, formstabiler Werkstoff mit deutlich verbesserten mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften.
Während des Vernetzungsprozesses reagieren die Vernetzungschemikalien mit den funktionellen Gruppen der Polymerketten. Die Art der Vernetzung bestimmt maßgeblich die Endeigenschaften:
Die Art und Menge der Vernetzungschemikalien beeinflussen Härte, Elastizität, Zugfestigkeit, Reißdehnung, Druckverformungsrest, Hysterese sowie Temperatur- und Medienbeständigkeit. Eine zu geringe Vernetzungsdichte kann zu verringerten mechanischen Eigenschaften führen, während eine zu hohe Vernetzungsdichte das Material Spröde macht.