Vakuumsauger

Unter Saugern versteht man Saugnäpfe aus Elastomer oder Kunststoff, die sich elastisch an die Oberfläche anschmiegen und das entstehende Vakuum einschließen. Sauger erzeugen durch Unterdruck eine haftkräftige Verbindung zwischen Greifer und Werkstück.

Was sind Vakuumsauger?

Vakuumsauger oder auch Vakuumsauggreifer sind elastische, meist kelchförmige Bauteile, die durch ein Unterdrucksystem an Oberflächen haften. Sie dienen als schaltbares Verbindungselement zwischen einem Werkstück und einem Handling-System, beispielsweise einem Roboterarm oder einem Greifer. Durch den erzeugten Unterdruck im Inneren des Saugers entsteht eine Haftkraft, die es ermöglicht, Objekte anzuheben, zu halten oder zu bewegen, ohne sie mechanisch zu klemmen oder zu beschädigen.

 

Der Aufbau eines Vakuumsaugers besteht typischerweise aus:

  • Saugkörper (Lippe oder Glocke): sorgt für die Abdichtung und die flexible Anpassung an das Werkstück
  • Anschlussnippel oder Gewindeeinsatz: verbindet den Sauger mit der Vakuumleitung
  • Trägerelement: bei Bedarf integriert, um Formstabilität zu gewährleisten oder Scherkräfte zu minimieren

 

Es gibt zahlreiche Bauformen – von Flachsaugern für glatte Oberflächen bis zu Faltenbalg-Saugern mit mehreren Bälgen für unebene oder gewölbte Werkstücke. Vakuumsauggreifer sind in der modernen Industrie ein zentrales Element der automatisierten Handhabungstechnik und ermöglichen schonende, präzise und schnelle Prozesse.

 

Funktionen & Anwendungen von Vakuumsaugern

Die zentrale Funktion eines Vakuumsaugers besteht in der Haftung durch Unterdruck. Dabei wird im Inneren des Saugers ein Unterdruck erzeugt, wodurch ein Druckunterschied zur Umgebung entsteht. Dieser Unterschied erzeugt eine Haftkraft, die proportional zur Saugfläche und zum Druckunterschied ist. Entscheidend ist die genaue Abstimmung von Geometrie, Material und Unterdruckniveau auf das zu handhabende Objekt.

 

Hauptfunktionen:

  • Fixieren und Halten von Werkstücken mit glatter oder strukturierter Oberfläche
  • Transportieren und Positionieren in automatisierten Prozessen
  • Schonendes Greifen empfindlicher Materialien ohne Beschädigung
  • Kompensation von Toleranzen und Höhenunterschieden durch flexible Balgstrukturen
  • Vibrations- und Stoßdämpfung bei bewegten Bauteilen

 

Typische Einsatzgebiete:

  • Automobilindustrie: Handling von Blechteilen, Glas, Kunststoffkomponenten oder Interieurbauteilen
  • Verpackungsindustrie: Aufnahme von Folien, Kartonagen, Beuteln oder Etiketten
  • Elektronikfertigung: Greifen empfindlicher Leiterplatten oder Displays
  • Holz- und Glasindustrie: Transport schwerer oder glatter Platten ohne mechanische Fixierung
  • Robotik und Automatisierung: als Endeffektor für Pick-and-Place-Systeme
  • Medizintechnik: Handhabung steriler Verpackungen oder empfindlicher Bauteile

 

Bauteile & Materialien von Vakuumsaugern

Die Materialwahl eines Vakuumsaugers richtet sich nach dem zu greifenden Werkstück, der Oberflächenbeschaffenheit, Temperatur und Umgebungsbedingungen. Ziel ist eine optimale Kombination aus Elastizität, Reibwert, Dichtwirkung und Lebensdauer. Gängige Materialien für Vakuumsauger sind:

  • NBR (Nitrilkautschuk): hohe Abriebfestigkeit, öl- und kraftstoffbeständig
  • Silikon (VMQ): temperaturbeständig bis +200 °C, sehr weich, ideal für empfindliche Oberflächen, Lebensmittelkontakt oder Reinraumanwendungen
  • EPDM: beständig gegen Wasser, Dampf und Ozon, häufig in Außenanwendungen
  • FKM (Viton®): chemikalienresistent, für aggressive Medien und hohe Temperaturen geeignet
  • TPE: thermoplastische Alternative mit anpassbarer Härte und Recyclingfähigkeit

 

Je nach Einsatz kommen werden unterschiedliche konstruktive Varianten verwendet:

  • Flachsauger: für glatte, ebene Oberflächen
  • Faltenbalgsauger: mit 1–3 Bälgen für unebene oder gewölbte Werkstücke
  • Oval- oder Langsauger: für schmale, längliche Teile
  • Antistatische oder ESD-Sauger: für Elektronikproduktion

 

Die Herstellung erfolgt meist im Spritzgussverfahren, bei Hochleistungssaugern auch im Mehrkomponentenprozess, um verschiedene Materialhärten in einem Bauteil zu kombinieren. Bei metallischen Anschlüssen oder Verstärkungen wird der Elastomerkörper über Vulkanisation mit dem Trägermaterial verbunden.

Weitere Einträge

Gesättigte Polymere haben nur Einfachbindungen in der Hauptkette und sind alterungsbeständig, während ungesättigte Polymere Doppelbindungen in der Hauptkette enthalten und leichter zu vernetzen sind; EPDM ist eine Besonderheit, da seine Doppelbindung in der Seitenkette liegt.
EPDM ist ein witterungs-, UV- und chemikalienbeständiges Elastomer mit hoher thermischer Stabilität, das besonders für langlebige Dichtungen, Schläuche und Außeneinsätze in Industrie und Bau verwendet wird.
Titan ist ein extrem korrosionsbeständiger, leichter und hochfester Werkstoff, der in Luftfahrt, Medizintechnik und für Gummi-Metall-Verbundteile in aggressiven Umgebungen eingesetzt wird.
Polycarbonat (PC) ist ein transparenter, schlagzäher Kunststoff, der für hochwertige Gehäuse, Sichtteile und funktionale Verbundbauteile eingesetzt wird.
Formnester oder auch Kavitäten sind die Hohlräume in einem Werkzeug, die dem Bauteil während des Formprozesses seine endgültige Geometrie verleihen.
Messing ist eine gut bearbeitbare, korrosionsbeständige Kupfer-Zink-Legierung, die als funktionales und dekoratives Metall vielfach eingesetzt wird – unter anderem in Gummi-Metall-Verbundteilen, Armaturen und Elektrokomponenten.
LABS sind Substanzen, die die Benetzung von Lacken stören und deshalb in lackierkritischen Anwendungen strikt vermieden oder geprüft werden müssen.
Haftvermittler sind chemische Bindemittel, die Gummi dauerhaft mit anderen Werkstoffen verbinden und damit die Basis für belastbare Gummi-Verbundteile bilden.
Dichtungen vermeiden Leckstellen in Leitungs-, Motor- und Anlagenkomponenten. Zudem gleichen sie Fertigungstoleranzen aus und sichern Prozesse gegen Druck-, Temperatur- sowie Medienstress ab.
Entfettung ist ein essenzieller Reinigungsschritt zur Entfernung von Rückständen auf Bauteilen, der eine optimale Haftung bei Vulkanisation, Klebung oder Beschichtung sicherstellt.
Die Glasübergangstemperatur (Tg) ist der Temperaturbereich, in dem ein Polymer von elastisch zu glasartig übergeht, und bestimmt maßgeblich seine Kälteflexibilität.
Die Zugfestigkeit ist die maximale Spannung, die ein Material unter Zugbelastung aushalten kann, und ein zentraler Kennwert für die mechanische Belastbarkeit von Elastomeren.
Reststoffe sind wiederverwertbare Materialreste aus der Fertigung, die gezielt gesammelt und zur Ressourcenschonung in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können.
Die IRHD-Härte ist ein international standardisiertes Verfahren zur Messung der Gummihärte mittels Kugeldruck und besonders geeignet für kleine oder empfindliche Elastomerbauteile.
Ventile steuern, drosseln oder sperren Flüssigkeiten und Gase in Rohrleitungen, Motoren und Hydrauliksystemen. Dabei sind sie entscheidend für Prozesssicherheit und Effizienz.
Adhäsion ist die physikalische Haftkraft zwischen zwei unterschiedlichen Materialien an ihrer Grenzfläche und ein Schlüsselfaktor für feste, dauerhafte Verbindungen in Technik und Industrie.
SBR ist ein kostengünstiges, abriebfestes Elastomer mit guten mechanischen Eigenschaften, das vor allem in Reifen, Dichtungen und allgemeinen Gummiformteilen eingesetzt wird.
Polymerisation ist die chemische Reaktion, bei der viele Monomere zu langen Polymerketten verbunden werden – die Basis für Kunststoffe und Gummielastomere.
Vulkanisation ist der Prozess, bei dem Rohkautschuk durch chemische Vernetzung in einen dauerelastischen, formstabilen und beständigen Gummizustand überführt wird.
Die Extrusion von Gummi ist ein kontinuierliches Herstellungsverfahren für gummielastische Profile, Schläuche und Dichtungen, bei dem der Werkstoff durch eine formgebende Matrize gepresst und anschließend vulkanisiert wird.
Der Nachweis über Biokompatibilität belegt durch normgerechte Tests, dass ein Medizinprodukt oder Material keine gesundheitsschädlichen Reaktionen im menschlichen Körper verursacht.
Motordämpfer sind elastische Elemente, die Schwingungen und Stöße zwischen Motor und Fahrzeug- oder Maschinenrahmen aufnehmen. Sie reduzieren Vibrationen, schützen angrenzende Bauteile vor Belastung und verbessern Geräusch- sowie Laufverhalten des gesamten Systems.
Polyamid (PA) ist ein robuster, verschleißfester Kunststoff mit sehr guter Festigkeit und chemischer Beständigkeit, der besonders in technischen Bauteilen und Gummi-Kunststoff-Verbundsystemen eingesetzt wird.
HNBR ist ein besonders hitze-, öl- und alterungsbeständiges Elastomer, das sich ideal für langlebige Dichtungen und technische Bauteile in dynamisch beanspruchten Anwendungen eignet.
Peroxide sind reaktive Vernetzungschemikalien, die in der Gummiverarbeitung stabile, temperatur- und chemikalienbeständige Elastomerstrukturen ohne Schwefelbrücken erzeugen.
RoHS beschränkt den Einsatz bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, um Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Produkte dürfen nur dann in der EU verkauft werden, wenn alle Komponenten die festgelegten Grenzwerte für aufgelistete Schadstoffe einhalten.
Naturkautschuk (NR) ist ein hoch elastisches, reißfestes Elastomer aus nachwachsendem Rohstoff, das vor allem in dynamisch beanspruchten Bauteilen wie Reifen, Dämpfern und Fördergurten eingesetzt wird.
Aramid / Kevlar ist eine extrem zugfeste, leichte und hitzebeständige Faser, die in Gummi-Verbundteilen, Dichtsystemen und Schutzanwendungen als Verstärkung eingesetzt wird.
Die Medical Device Regulation (MDR) ist die zentrale EU-Verordnung für Medizinprodukte, die hohe Anforderungen an Sicherheit, Dokumentation und Marktüberwachung stellt.
Ein Lagerbolzen ist ein zylindrisches Verbindungselement, das als Dreh- oder Schwenkachse für bewegliche Bauteile dient. Er überträgt Kräfte, führt Bewegungen und sichert die Position von Komponenten innerhalb eines Lagers oder einer Gelenkverbindung.
Silikonkautschuk (VMQ) ist ein hitze-, kälte- und UV-beständiges Elastomer mit sehr guter Isolations- und Medienbeständigkeit, das häufig in der Medizin-, Lebensmittel- und Fahrzeugtechnik eingesetzt wird.
Die Shore-Härte misst, wie tief ein Prüfstift in ein Material eindringt, und gibt so Aufschluss über dessen Härtegrad – entscheidend für die Auswahl elastischer und technischer Werkstoffe.
Spannungsrissbildung ist das schleichende Entstehen von Rissen in Kunststoffen durch das Zusammenwirken von Spannung und chemischen Medien – oft mit kritischen Folgen für die Bauteilsicherheit.
HTV-Silikon ist ein hochtemperaturvernetzender Festsilikonkautschuk, der durch Wärme zu einem dauerelastischen Werkstoff wird. Er verbindet hohe mechanische Belastbarkeit mit exzellenter Temperatur-, Alterungs- und Chemikalienbeständigkeit.
Vibrationsdämpfer reduzieren Schwingungen und Lärm in Maschinen und Fahrzeugen.
Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR) ist ein öl- und kraftstoffbeständiges Elastomer, das häufig für Dichtungen, Schläuche und technische Formteile im Maschinen- und Fahrzeugbau eingesetzt wird.
Vernetzungschemikalien sorgen durch chemische Reaktion für die dauerhafte Elastizität und Formstabilität von Gummi – ein zentraler Bestandteil bei der Herstellung funktionaler Gummiteile.
Polyester (PES) ist ein robuster, chemikalienbeständiger Thermoplast, der sowohl als technischer Kunststoff als auch als Gewebeverstärkung in Gummi-Verbundteilen eingesetzt wird.
Füllstoffe sind funktionale Zusätze in Gummi- oder Kunststoffmischungen, die mechanische Eigenschaften, Verarbeitbarkeit oder Kostenstruktur gezielt beeinflussen.
Gummikappen schützen Bauteile zuverlässig vor Staub, Feuchtigkeit und mechanischen Einwirkungen.
Gehäuse und Deckel mit integrierter Dichtung sind Bauteile, bei denen die Dichtfunktion direkt in das Kunststoff- oder Metallteil eingebettet ist. Meist wird die Dichtfunktion als umspritzte oder eingepresste Dichtlippe aus Gummi realisiert. Sie ermöglichen eine zuverlässige Abdichtung ohne separate Dichtungskomponente und werden häufig für kompakte, montagefreundliche Baugruppen eingesetzt.
Transfer-Formpressen (Transfer Molding) ist ein Gummiformverfahren, bei dem das Material aus einer beheizten Kammer in ein geschlossenes Werkzeug gepresst und dort unter Druck und Temperatur vernetzt wird – ideal für präzise Bauteile mit Einlegern.
Die ISO 9001 ist die weltweit wichtigste Norm für Qualitäts­management. Sie legt fest, wie Unternehmen ihre Abläufe steuern, damit Produkte und Dienstleistungen konstant hohe Qualität liefern und Kunden­anforderungen erfüllen.
PU-Elastomere sind formstabile, abriebfeste Kunststoffe mit hoher mechanischer Belastbarkeit, die sich ideal für Rollen, Dichtungen und Stoßdämpfer in stark beanspruchten Industrieanwendungen eignen.
Kautschuk ist ein elastischer Werkstoff aus natürlicher oder synthetischer Herkunft, der durch Vulkanisation in langlebige Bauteile für Dichtung, Dämpfung und technische Anwendungen überführt wird.
Druckbeständigkeit ist die Widerstandsfähigkeit eines Materials gegenüber Druckbelastung und ein entscheidender Faktor für die Funktion und Lebensdauer technischer Bauteile unter mechanischer Beanspruchung.
Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) ist ein robuster, schlagzäher und gut verarbeitbarer Kunststoff, der für Gehäuse, Interieurteile und Gummi-Kunststoff-Verbundbauteile mit hohen Anforderungen an Oberfläche und Maßhaltigkeit eingesetzt wird.
Recycling von Gummi umfasst mechanische, thermische und chemische Verfahren zur Wiederverwertung vulkanisierter Gummiprodukte als Rohstoff oder Zusatz in neuen Anwendungen.
Dehnung bezeichnet die Längenänderung eines Materials unter Zugbelastung und ist ein wesentlicher Kennwert zur Einschätzung der Elastizität und Bruchfestigkeit technischer Werkstoffe.
Edelstahl ist ein korrosions- und temperaturbeständiger Werkstoff, der für langlebige, hygienische und mechanisch belastbare Bauteile in anspruchsvollen technischen Anwendungen eingesetzt wird.
Gummi-Kunststoff-Verbundteile sind hybride Bauteile, bei denen elastische und thermoplastische Komponenten funktional miteinander verbunden werden – ideal für Dichtungen, Gehäuse und flexible technische Lösungen.
Baustahl (S235, S355) ist ein robuster, gut schweißbarer Konstruktionsstahl, der in Tragstrukturen, Maschinenbauteilen und Gummi-Metall-Verbundteilen als stabiles Trägermaterial eingesetzt wird.
Gefrierentgratung ist ein Verfahren zur Entfernung von Graten insbesondere an Gummiteilen durch Abkühlung und mechanisches Strahlen.
Metalloxidvernetzung ist ein Vernetzungsverfahren, das vor allem bei Chloropren-Kautschuk eingesetzt wird und besonders beständige, alterungs- und flammfeste Gummiteile erzeugt.
REACH ist eine EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung und Regulierung chemischer Stoffe, um Mensch und Umwelt besser zu schützen. Unternehmen müssen die Sicherheit der von ihnen eingesetzten Rohstoffe nachweisen und Kunden informieren, wenn besorgniserregende Stoffe in Ihren Produkten enthalten sind.
Unter Saugern versteht man becherförmige Saugnäpfe aus Elastomer oder Kunststoff, die sich elastisch an die Oberfläche anschmiegen und das entstehende Vakuum einschließen. Sauger erzeugen durch Unterdruck eine haftkräftige Verbindung zwischen Greifer und Werkstück.
Dichtsitze sind bearbeitete Auflageflächen, die Dichtungen form- und kraftschlüssig aufnehmen und so einen dauerhaften Medientrennschutz gewährleisten.
Die Baugruppen-Montage umfasst den Zusammenbau einzelner Komponenten zu einer funktionsfähigen Einheit als Baugruppe.
Polyphenylensulfid (PPS) ist ein hochtemperatur- und chemikalienbeständiger Präzisionskunststoff, der in medienexponierten und maßkritischen Bauteilen, insbesondere in Hybridlösungen, eingesetzt wird.
Ein Wellendichtring ist ein Dichtelement, das die Abdichtung zwischen einer rotierenden Welle und einem Gehäuse übernimmt. Er verhindert das Austreten von Schmierstoffen und schützt gleichzeitig vor Schmutz, Staub und Feuchtigkeit.
Gummiformteile sind elastische Bauteile, die durch Pressen, Transferpressen oder Spritzgießen aus vulkanisiertem Kautschuk hergestellt werden. Sie werden nach Zeichnung gefertigt und dienen als Dicht-, Dämpf- oder Funktionselemente in technischen Anwendungen.
Polyphthalamid (PPA) ist ein formstabiler, chemikalien- und temperaturbeständiger Hochleistungskunststoff, der besonders für präzise, medienresistente Bauteile und Gummi-Kunststoff-Verbundlösungen eingesetzt wird.
Bemusterung ist in der Technik die Prüfung und Freigabe von Musterteile eines neuen oder überarbeiteten Produkts oder Fertigungsprozesses.
Tastatur- und Schalterabdeckungen sind elastische Schutzkomponenten, die Tasten und Bedienelemente vor Staub, Feuchtigkeit und Verschmutzungen schützen. Gleichzeitig erhalten sie die Bedienfunktion, indem sie das Betätigungsgefühl übertragen und eine zuverlässige Abdichtung ermöglichen.
Dichtlippen sind flexible Abdicht­elemente, die Medien sicher einschließen und selbst bei Drehung oder Druckschwankungen zuverlässig funktionstüchtig bleiben.
Die Werkzeugreinigung sorgt für prozesssichere, saubere Formgebung, schützt vor Gratbildung und verlängert die Lebensdauer von Werkzeugen in der Serienproduktion.
Gummi-Gewebe-Verbundteile sind elastische Bauteile mit integrierter Gewebeeinlage, die für hohe Zugfestigkeit, Formstabilität und dynamische Belastbarkeit sorgen – etwa in Membranen, Dichtungen oder Förderbändern.
Unter Saugern versteht man Saugnäpfe aus Elastomer oder Kunststoff, die sich elastisch an die Oberfläche anschmiegen und das entstehende Vakuum einschließen. Sauger erzeugen durch Unterdruck eine haftkräftige Verbindung zwischen Greifer und Werkstück.
Kalandrieren ist ein Walzverfahren, bei dem Gummi- oder Kunststoffmischungen zwischen beheizten Walzen gewalzt werden. Es wird neben der Herstellung von fertigen Produkten wie Gummi-Matten vor allem in der Produktion von Gummirohlingen verwendet.
FKM ist ein hitze- und chemikalienbeständiges Hochleistungs-Elastomer für Dichtungen und Bauteile in extrem beanspruchten industriellen Anwendungen.
Einlegeteile sind feste Komponenten, die während der Verarbeitung in Gummibauteile eingebettet werden, um deren Funktionalität, Stabilität oder Befestigungsmöglichkeiten gezielt zu erweitern.
Chloropren-Kautschuk (CR) ist ein vielseitiges, wetter- und flamm­beständiges Elastomer, das häufig für Dichtungen, Schläuche und technische Bauteile im Innen- und Außeneinsatz verwendet wird und wird auch als Neopren bezeichnet.
Ausgasung ist das Entweichen flüchtiger Substanzen aus Materialien und kann in sensiblen Anwendungen zu Funktionsstörungen, Kontamination oder optischen Fehlern führen.
Ermüdung bezeichnet den fortschreitenden Materialabbau durch wiederholte mechanische Belastung und ist ein zentraler Faktor bei der Auslegung langlebiger technischer Bauteile.
FVMQ ist ein kälteflexibles, kraftstoff- und witterungsbeständiges Fluorsilikon-Elastomer, das vor allem in der Luftfahrt und Automobilindustrie für anspruchsvolle Dichtungsanwendungen verwendet wird.
RTV-Silikon ist ein raumtemperaturhärtender Silikonkautschuk, der ohne Wärme oder Druck vernetzt. Es eignet sich besonders für Abdichtung, Verklebung, Verguss und Formenbau.Im Vergleich zu HTV und LSR ist RTV weniger fest und temperaturbeständig.
Gummirollen übertragen Kräfte, dämpfen Schwingungen und schonen Oberflächen in Druckmaschinen, Förderanlagen und Verpackungslinien.
Ein Gummirohling ist ein unvernetztes, formbares Elastomervorprodukt, das in Formwerkzeugen zur Herstellung elastischer Gummiteile verarbeitet wird.
Schwefelvernetzung ist ein bewährtes Vulkanisationsverfahren, bei dem Gummi mithilfe von Schwefel zu einem elastischen, formstabilen und mechanisch belastbaren Werkstoff vernetzt wird.
Primer sind haftfördernde Grundierungen, die die Adhäsion zwischen Gummi, Kunststoff oder Metall verbesseren und eine dauerhafte Verbindung bei Verbund- und Lackieranwendungen sicherstellen.
Die Zykluszeit beschreibt die vollständige Dauer eines Produktionsdurchlaufs beim Spritzgießen oder Pressen und ist ein zentraler Kennwert für Effizienz und Ausstoß.
DIN ISO 3302-1 definiert die Allgemeintoleranzen für geformte Gummiteile und ist ein internationaler Standard zur Sicherstellung der Maßhaltigkeit in der Elastomerverarbeitung.
Gummipuffer sind elastische Elemente, die Stöße, Schwingungen und Vibrationen aufnehmen und dämpfen. Sie schützen Maschinen, Geräte und Baugruppen vor mechanischen Belastungen, gleichen Bewegungen aus und reduzieren Geräuschentwicklung in technischen Anwendungen.
Tüllen sind ring- oder scheibenförmige Schutz­einsätze, die in Öffnungen oder Kanten eingesetzt werden, um Leitungen sicher durchzuführen. Tüllen schützen Kabel und Schläuche vor scharfen Kanten, dichten Durchführungen ab und lassen sich schnell in Bohrungen oder Spalten einsetzen.
Ein Autoklav ist ein beheizbarer Druckbehälter zur thermischen Behandlung von Materialien – z.B. zur Nachvulkanisation von Elastomeren oder zur Sterilisation in Medizin und Technik.
Azo- und Harnstoffverbindungen sind Spezialchemikalien, die als Treib- oder Vernetzungsmittel in der Gummiverarbeitung eingesetzt werden – vor allem für Schäume und reibungsaktive Bauteile.
Die ISO 14001 erklärt: Anforderungen, Anwendungsbereiche und Vorteile der internationalen Norm für Umweltmanagementsysteme im Überblick.
CFK (carbonfaserverstärkter Kunststoff) ist ein ultraleichter, extrem fester Verbundwerkstoff aus Carbonfasern und Kunststoffmatrix, der in hochbelasteten Leichtbauanwendungen eingesetzt wird.
FDA-Konformität bedeutet, dass ein Material oder Produkt den Anforderungen der U.S. Food and Drug Administration entspricht und sicher für den Kontakt mit Lebensmitteln, Trinkwasser oder pharmazeutischen Anwendungen ist. Dafür dürfen nur zugelassene Inhaltsstoffe verwendet werden, und das Material darf keine bedenklichen Stoffe an das Medium abgeben.
Entgraten ist der Prozess zur Entfernung von Graten an Bauteilen, um Funktion, Optik und Sicherheit technischer Produkte sicherzustellen.
Spritzgießen ist ein präzises Formverfahren zur Herstellung komplexer Kunststoff- und Gummiteile, bei dem das Material unter Druck in ein Werkzeug eingespritzt und dort ausgehärtet wird.
Alterungsschutzmittel sind funktionelle Additive, die Elastomere und Kunststoffe vor schädigenden Einflüssen wie Sauerstoff, Ozon, UV-Strahlung oder Wärme schützen und so ihre Lebensdauer deutlich verlängern.
CAD Modellierung ist die digitale Konstruktion technischer Bauteile und Werkzeuge, die als Grundlage für Fertigung, Simulation und Prototypenentwicklung in der Industrie dient.
Ölbeständige Materialien widerstehen dauerhaft aggressiven Ölen und finden Anwendung in Dichtungen, Schläuchen und technischen Bauteilen.
Tempern ist eine thermische Nachbehandlung, die Eigenspannungen reduziert, Materialeigenschaften stabilisiert und die Funktionalität technischer Bauteile verbessert.
Die Rückprallelastizität beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffs, nach schneller Verformung Energie zurückzugeben – entscheidend für dynamische Anwendungen wie Federelemente oder Dämpfer.
Die EN 9100 erklärt: Anforderungen, Anwendungsbereiche und Nutzen der Zertifizierung für die Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie im Überblick.
Serienfertigung bezeichnet die wiederholte, wirtschaftliche Herstellung gleichartiger Bauteile in größeren Stückzahlen.
Ein Schutzgehäuse kapselt sensible Komponenten ein und verhindert Beschädigungen durch Schmutz, Wasser oder Stöße.
Eine Profildichtung ist eine Dichtung mit definierter Querschnittsform (rund, rechteckig, hohl oder komplex profiliert), die eine Abdichtung zwischen zwei Bauteilen gewährleistet. Sie wird aus Elastomeren gefertigt und kommt überall dort zum Einsatz, wo Spalte, Bewegungen oder Unebenheiten ausgeglichen werden sollen.
Copolymerisation ist die gleichzeitige Polymerisation verschiedener Monomere, um Polymere mit gezielt einstellbaren Eigenschaften für technische und industrielle Anwendungen herzustellen.
Synthesekautschuk ist ein industriell gefertigter Elastomerwerkstoff, der in chemische Hauptgruppen eingeteilt wird und dessen Eigenschaften gezielt an technische Anforderungen angepasst werden können.
Express Produktion bezeichnet die besonders schnelle Fertigung von Prototypen, Werkzeugen oder Kleinserien und beschleunigte Entwicklungsprojekte mit drastisch verkürzten Lieferzeiten.
Rapid Tooling ist die beschleunigte Herstellung funktionaler Werkzeuge für die schnelle Produktion von Prototypen oder Kleinserien unter seriennahen Bedingungen.
Weichmacher sind Zusätze, die Gummi und Kunststoffe elastischer und verarbeitungsfreundlicher machen und vor allem in flexiblen Dichtungs- und Formteilen eingesetzt werden.
Alterung beschreibt die allmähliche Veränderung von Materialeigenschaften durch äußere Einflüsse wie Wärme, UV-Strahlung oder Medien, die langfristig zur Beeinträchtigung von Funktion und Lebensdauer führen kann.
Ein Faltenbalg ist ein elastisches Bauteil mit gewellter, ziehharmonikaähnlicher Geometrie, das Bewegungen, Längenänderungen oder Schwenkbewegungen aufnimmt, ohne seine Schutz- oder Dichtfunktion zu verlieren. Es schützt empfindliche Komponenten wie Gelenke, Wellen oder Führungen vor Schmutz, Feuchtigkeit und ermöglicht gleichzeitig eine flexible, dauerbewegliche Verbindung.
Prototypenbau ist die gezielte Herstellung funktionsfähiger Musterteile zur frühzeitigen Prüfung und Optimierung von Geometrie, Materialverhalten und Verarbeitbarkeit vor Serienstart.
Polyurethan (PU) ist ein robuster, abriebfester Kunststoff mit hoher Elastizität und chemischer Beständigkeit, der vor allem in stark belasteten technischen Bauteilen, Dämpfern und Verbundlösungen eingesetzt wird.
Kautschuk ist der Rohstoff, Gummi das daraus durch Vulkanisation entstandene Endprodukt, und Elastomer die übergeordnete Werkstoffklasse elastischer Polymere.
Gummi-Kompensatoren sind flexible Verbindungselemente, die Bewegungen, Schwingungen und Druckstöße in Rohrleitungen ausgleichen. Durch ihre elastische Struktur können sie Längenänderungen, seitliche Verschiebungen und Winkelbewegungen aufnehmen und schützen so angeschlossene Anlagenkomponenten vor mechanischer Belastung, Vibrationen und Spannungen im Leitungssystem.
Gummi-Metall-Verbundteile sind mechanisch stabile Bauteile, bei denen Elastomer und Metall untrennbar verbunden werden – ideal für Lager, Dämpfer und technische Dichtsysteme.
Werkzeugbau bezeichnet in der Elastomerproduktion die Entwicklung und Fertigung von hochpräzisen Werkzeugen, die in der Produktion von Gummi-, Kunststoff- und Verbundteilen zur formgebenden Verarbeitung eingesetzt werden.
Elastizität ist die Fähigkeit eines Materials, sich bei Belastung zu verformen und danach vollständig in seine Ausgangsform zurückzukehren – essenziell für flexible technische Bauteile.
Kältebeständigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffs, bei tiefen Temperaturen funktionstüchtig und elastisch zu bleiben – entscheidend für Dichtungen und Elastomerbauteile im Außen- oder Kälteeinsatz.
Butyl-Kautschuk (IIR) ist ein besonders gasdichtes, witterungs- und chemikalienbeständiges Elastomer, das vor allem in Reifen, Dichtungen und Membranen verwendet wird.
Die Bruchdehnung gibt an, wie stark sich ein Werkstoff unter Zugbelastung dehnen kann, bevor er reißt.
Silanvernetzung ist ein feuchtigkeitsgesteuertes Vernetzungsverfahren für Kunststoffe und Elastomere, das mechanische Stabilität bei moderaten Verarbeitungstemperaturen ermöglicht.
Polypropylen (PP) ist ein leichter, chemikalienbeständiger Thermoplast mit breitem Einsatzspektrum, der sich ideal für technische Kunststoffteile und Gummi-Kunststoff-Verbundlösungen eignet.
Eine Ventildichtung ist ein elastisches Bauteil, das den Durchfluss von Gasen oder Flüssigkeiten in einem Ventil zuverlässig abdichtet. Die Dichtung verhindert Leckagen, gleicht Druck- und Temperaturänderungen aus und sorgt dafür, dass das Ventil seine Schalt-, Regel- oder Sperrfunktion dauerhaft sicher erfüllt.
Das Gleitschleifen oder auch Trowalisieren ist ein mechanisches Massenverfahren, bei dem durch Schleifkörper und Bewegung Oberflächen bearbeitet und Grate entfernt werden.
Hitzebeständige Materialien behalten unter hohen Temperaturen ihre Eigenschaften bei und sind ideal für Anwendungen in Industrie und Technik geeignet.
LSR ist ein flüssiger Silikonkautschuk, der auf VMQ- oder FVMQ-Basis hergestellt und im Spritzgießverfahren verarbeitet wird. Das Material kombiniert hohe Elastizität, Reinheit und Temperaturbeständigkeit.
Abrieb ist der mechanisch bedingte Oberflächenverschleiß eines Materials durch Reibung und beeinflusst entscheidend die Lebensdauer und Einsatzfähigkeit technischer Bauteile.
Die ISO 13485 erklärt: Anforderungen, Anwendungsbereiche und Nutzen der Zertifizierung für die Medizintechnik im Überblick.
Werkzeugkosten sind die Aufwendungen für die Herstellung von Werkzeugen und beeinflussen maßgeblich die Wirtschaftlichkeit einer Serienproduktion.
Gratbildung entsteht bei urformenden Prozessen durch das Austreten von Material an Werkzeugtrennflächen und -fugen während der Formgebung und erfordert eine gezielte Nachbearbeitung zur Sicherung der Bauteilqualität.
TPE sind elastische, verformbare Werkstoffe mit gummiähnlichem Verhalten, die sich wie Kunststoffe thermisch verarbeiten und recyceln lassen – ideal für flexible Dichtungen, Griffe und Hybridteile.
GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) ist ein robuster, leichter Verbundwerkstoff aus Glasfasern und Kunststoffmatrix, der in Industrie, Bau und Mobilität vielseitig eingesetzt wird.
Speziallegierungen sind hochentwickelte Metallmischungen für extreme Anforderungen in Technik, Medizin und Industrie – besonders dort, wo Korrosions-, Temperatur- oder Belastungsgrenzen von Standardwerkstoffen überschritten werden.
Ein Compound ist eine maßgeschneiderte Materialmischung aus Polymer und Additiven, die gezielt auf die Anforderungen einer bestimmten technischen Anwendung abgestimmt wird.
Formpressen (Compression Molding) ist ein Verfahren zur Herstellung von Gummiformteilen, bei dem eine Gummimischung unter Druck und Hitze in einem geschlossenen Werkzeug verpresst und direkt vulkanisiert wird.
Aluminium ist ein leichter, korrosionsbeständiger Werkstoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit, der vielseitig als Konstruktionsmaterial und Trägerelement in technischen Bauteilen eingesetzt wird.