Ein Schutzgehäuse kapselt sensible Komponenten ein und verhindert Beschädigungen durch Schmutz, Wasser oder Stöße.
Ein Schutzgehäuse ist eine schützende Umhüllung oder Verkleidung, die empfindliche Komponenten vor schädigenden Umwelteinflüssen bewahrt. Es erfüllt die doppelte Aufgabe, das Innere zu schützen und gleichzeitig das Umfeld vor möglichen Gefahren aus dem Inneren, wie Strom, Wärme oder bewegliche Teile zu sichern. Der Aufbau eines Schutzgehäuses hängt stark von der Anwendung ab, folgt jedoch meist einem einheitlichen Prinzip:
Schutzgehäuse können stationär oder mobil ausgeführt sein, mit transparenter Abdeckung, Belüftung oder EMV-Abschirmung für ektromagnetische Verträglichkeit. In der Industrie kommen sie in unterschiedlichsten Größen vor – von Gehäusen für Mikroschalter bis zu Schaltschränken. Die Schutzwirkung eines Gehäuses wird über IP-Schutzarten definiert. Diese geben an, in welchem Maße ein Gehäuse gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. So kennzeichnet etwa IP67 ein vollständig staubdichtes Gehäuse, das zeitweiliges Untertauchen in Wasser übersteht. Besonders gei der Abdichtung gegenüber flüssigen oder gasförmigen Medien spielend weichdichtende elastomere Elemente eine wichtige Rolle.
Die Kernfunktion eines Schutzgehäuses besteht darin, Komponenten oder Baugruppen vor äußeren Einflüssen zu schützen und eine sichere Betriebsumgebung zu schaffen. Darüber hinaus erfüllen Schutzgehäuse zahlreiche
Typische Anwendungen:
Schutzgehäuse tragen entscheidend zur Langlebigkeit und Funktionssicherheit technischer Systeme bei. Sie verhindern Fehlfunktionen durch Umwelteinflüsse und gewährleisten, dass Geräte auch unter rauen Bedingungen zuverlässig arbeiten.
Die Materialauswahl eines Schutzgehäuses hängt von der mechanischen Belastung, der Umgebungstemperatur, der chemischen Beständigkeit sowie den elektrischen Anforderungen ab. Neben Metall- und Kunststoffgehäusen kommen auch Hybridlösungen mit integrierten Elastomer-Dichtungen zum Einsatz, die eine hohe Schutzwirkung bei einfacher Montage bieten.
Metalle:
Kunststoffe:
Elastomere / Gummikomponenten für Dichtlösungen:
Damit Schutzgehäuse ihre volle Funktion über lange Zeiträume erfüllen, verfügen sie über eine Reihe konstruktiver Merkmale, die sowohl den Schutzgrad als auch die Montagefreundlichkeit bestimmen:
Schutzgehäuse werden meist durch Injection Molding (bei Kunststoff), Blechumformung und Schweißen oder CNC-Fräsen (bei Metall) hergestellt. Elastomerdichtungen werden anschließend eingeklemmt, eingespritzt oder vulkanisiert, um eine dauerhafte Abdichtung zu erzielen.