Polyurethan (PU) ist ein robuster, abriebfester Kunststoff mit hoher Elastizität und chemischer Beständigkeit, der vor allem in stark belasteten technischen Bauteilen, Dämpfern und Verbundlösungen eingesetzt wird.
Polyurethan (PU) ist ein extrem vielseitiger Kunststoff, der als Schaumstoff, Elastomer oder Hartkunststoff eingesetzt werden kann. In der technischen Anwendung steht PU für hochabriebfeste, mechanisch belastbare und chemikalienresistente Werkstoffe, die sowohl in Gummi-Metall-Verbundteilen als auch als eigenständige Bauteile Verwendung finden. Durch gezielte Anpassung der Rezeptur lassen sich Härte, Elastizität, Dichte und Oberflächeneigenschaften exakt auf die Anwendung abstimmen.
PU besteht aus der chemischen Reaktion eines Polyols mit einem Isocyanat – diese Vielfalt an Grundstoffen erlaubt die Herstellung ganz unterschiedlicher PU-Typen: von weichem Schaumstoff bis hin zu hochfesten technischen Formteilen. Für industrielle Anwendungen relevant sind gegossene oder spritzgegossene PU-Elastomere.
Typische Eigenschaften:
Die Temperaturbeständigkeit liegt in der Regel zwischen –30 °C und +90 °C, kann durch spezielle Formulierungen aber erweitert werden. PU lässt sich gut mechanisch nachbearbeiten, färben und in unterschiedlichste Formen bringen.
Im Vergleich zu klassischen Elastomeren wie NBR oder EPDM bietet PU eine deutlich höhere Verschleiß- und Weiterreißfestigkeit – ist jedoch weniger flexibel in Kälte und benötigt sorgfältige Formgebung, da Nachverformung kaum möglich ist.
Polyurethan findet man in nahezu allen Industriebranchen – in Form von:
Auch bei Gummi-Kunststoff-Verbundteilen oder im 2K-Overmolding wird PU als zweite, flexible Komponente eingesetzt – insbesondere, wenn hohe Lebensdauer, chemische Belastbarkeit und mechanische Belastung gefordert sind.