Ölbeständige Materialien widerstehen dauerhaft aggressiven Ölen und finden Anwendung in Dichtungen, Schläuchen und technischen Bauteilen.
Ölbeständigkeit beschreibt, wie gut ein Material den Kontakt mit Ölen oder ölhaltigen Medien (Mineralölen, Fetten, Kraftstoffen) übersteh. Die Ölbeständigkeit ist entscheidend für Bauteile, die in Maschinen, Fahrzeugen oder Anlagen eingesetzt werden, in denen Schmierstoffe, Hydraulikflüssigkeiten oder Treibstoffe eingesetzt werden.
Ohne geeignete Ölbeständigkeit kann es zu Quellung, Erweichung, Rissbildung oder vorzeitigem Versagen des Materials aufgrund verminderter mechanischer Festigkeit kommen. Besonders im Bereich der Elastomers spielt die Ölbeständigkeit eine wichtige Rolle, da dadurch Weihmacher ausgewaschen oder ersetzet werden können. Gleichzeitig können Öle und Fette selbst weichmachend wirken und so das Material erweichen.
Zu den wichtigsten ölbeständigen Elastomeren zählen:
Ölbeständige Materialien werden für Seals, Dichtlippen, Valves, Vibration dampers, Schläuche, Lagerbuchsen und Rubber-Metal Composite Parts in der Automobil-, Maschinenbau-, Hydraulik- und Fördertechnik eingesetzt. Die Auswahl hängt von der Art des Mediums (Mineralöl, synthetisches Öl, Kraftstoff), der Temperatur, dem Druck und der mechanischen Belastung ab. Bei hohen Temperaturen oder aggressiven Additiven sind Hochleistungselastomere wie FKM oder HNBR oft unverzichtbar.
Die Auswahl eines geeigneten Werkstoffs erfordert häufig einen Kompromiss zwischen Materialkosten, Temperaturbeständigkeit, Ölbeständigkeit und Alterungsbeständigkeit, da sich diese Eigenschaften teilweise gegenseitig beeinflussen.