Haftvermittler sind chemische Bindemittel, die Gummi dauerhaft mit anderen Werkstoffen verbinden und damit die Basis für belastbare Gummi-Verbundteile bilden.
Haftvermittler sind chemische Substanzen oder Systeme, die eine dauerhafte Verbindung zwischen Gummi und einem anderen Werkstoff ermöglichen, z.B. Metall, Kunststoff oder Gewebe. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Gummi-Verbundteilen, indem sie die Adhäsion zwischen ungleichen Materialien verbessern und das Ablösen unter Belastung verhindern.
Gummi haftet von Natur aus nur schwer auf glatten, unpolaren Materialien wie Stahl, Aluminium oder Polyamid. Haftvermittler (auch: Bonding Agents) wirken als chemische Brücke zwischen Gummi und Substrat:
Typische Haftvermittlersysteme basieren auf Resorcin-Formaldehyd-Latex (RFL), Phenolharzen, Epoxiden, organischen Silanen oder Polyurethanen – jeweils abgestimmt auf die Materialpaarung. Es handelt sich um Stoffgemische, die sowohl funktionelle Gruppen für eine Bindung mit dem Substrat als auch mit dem Gummi bereitstellen. Entscheidend für den Haftungserfolg sind auch die Oberflächenvorbereitung (z.B. Entfettung, Aufrauen) und die richtige Verarbeitungstemperatur.
Haftvermittler kommen bei der Fertigung folgender Komponenten zum Einsatz: