Die Extrusion von Gummi ist ein kontinuierliches Herstellungsverfahren für gummielastische Profile, Schläuche und Dichtungen, bei dem der Werkstoff durch eine formgebende Matrize gepresst und anschließend vulkanisiert wird.
Die Extrusion von Gummi ist ein kontinuierliches Fertigungsverfahren, bei dem ungeformter Gummirohstoff durch eine formgebende Öffnung, die sogenannte Matrize, gepresst wird, um Profile, Schläuche, Seals oder Ummantelungen mit gleichbleibendem Querschnitt herzustellen. Die extrudierten Produkte werden anschließend durch Vulkanisation fixiert.
Zunächst wird eine Gummimischung in einem Extruder unter Druck und Temperatur durch eine Förderschnecke transportiert. Am Ende des Extruders befindet sich die Matrize, also die formgebende Öffnung (z.B. für Hohl- oder Vollprofile). Das hindurchgepresste Material ist noch relativ weich und muss durch eine nachfolgende Vulkanisation ausgehärtet werden, um Form und Eigenschaften dauerhaft zu erhalten.
Das Verfahren eignet sich besonders für die Herstellung endloser Gummiformen mit konstanten sowohl massiven als auch hohlen Querschnitten – mit oder ohne zusätzliche Einlagen.
Die Extrusion von Gummi wird eingesetzt zur Herstellung von:
Das Verfahren bietet hohe Produktionsgeschwindigkeit und lässt sich gut automatisieren. Die Maßhaltigkeit des Endprodukts erreicht allerdings nicht das Niveau formgebundener Fertigungsverfahren. Die Auswahl geeigneter Gummitypen (z.B. EPDM, NBR, CR oder Silikon) richtet sich nach Anwendung, Medien- und Temperaturbeständigkeit.