Dichtungen vermeiden Leckstellen in Leitungs-, Motor- und Anlagenkomponenten. Zudem gleichen sie Fertigungstoleranzen aus und sichern Prozesse gegen Druck-, Temperatur- sowie Medienstress ab.
Dichtungen sind mechanische Elemente, die zwei oder mehr Bauteile gegeneinander abdichten, um den Austritt oder Eintritt von Medien wie Öl, Wasser, Luft, Gas oder Chemikalien zu verhindern. Sie übernehmen eine zentrale Rolle in technischen Systemen, da sie Funktionssicherheit, Lebensdauer und Effizienz von Anlagen gewährleisten.
Das Wirkprinzip einer Dichtung beruht auf dem Erzeugen eines geschlossenen Systems zwischen den abzudichtenden Flächen. Unter Druck wird das elastische Dichtungsmaterial verformt und passt sich den mikroskopischen Unebenheiten der Kontaktflächen an – so entsteht eine dichte Barriere.
Dichtungen lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen:
Die Hauptfunktion einer Dichtung besteht darin, Medien sicher zu trennen oder einzuschließen. Darüber hinaus dienen Gummidichtungen häufig auch der Geräuschreduzierung, Vibrationsisolierung und der thermischen Trennung.
Typische Einsatzgebiete sind:
Dichtungen erfüllen mehrere technische Aufgaben gleichzeitig:
Je nach Anforderung werden Dichtungen als einfache Flachringe, komplexe Profilformen oder kundenspezifische Elastomerkomponenten ausgeführt. Die korrekte Auswahl und Auslegung sind entscheidend, um Leckagen, Ausfälle oder Folgeschäden zu vermeiden.
Dichtungen können aus einer Vielzahl von Materialien gefertigt werden – abhängig von Medium, Druck, Temperatur und chemischer Beständigkeit. Die Auswahl des richtigen Werkstoffs bestimmt die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Abdichtung:
Dichtungen werden typischerweise im Injection Molding-, Press-, Extrusions– oder Stanzverfahren hergestellt. Durch individuell abgestimmte Materialkombinationen können Dichtungen auch für extreme Einsatzbedingungen wie Temperaturen bis über 200 °C, Vakuumanwendungen und Hochdrucksysteme ausgelegt werden.