Was sind Polyurethan-Elastomere (PU)?

Polyurethan-Elastomere (PU) sind hochleistungsfähige Kunststoffe mit elastischen Eigenschaften, die durch die Reaktion von Polyolen mit Isocyanaten entstehen. Je nach chemischer Zusammensetzung und Vernetzungsgrad lassen sich PU-Werkstoffe in einem breiten Härtebereich herstellen – von sehr weich und flexibel bis hin zu hart und verschleißfest. Diese Vielseitigkeit macht PU zu einem der am breitesten eingesetzten Werkstoffe für technische Bauteile.

 

Eigenschaften von Polyurethan-Elastomere (PU)

  • Sehr hohe Abrieb- und Verschleißfestigkeit, ideal für stark beanspruchte Oberflächen
  • Hohe mechanische Festigkeit bei gleichzeitig guter Elastizität
  • Ausgezeichnete Reißfestigkeit und Formstabilität
  • Breiter Härtegradbereich (Shore A bis Shore D) individuell einstellbar
  • Gute Beständigkeit gegen Öle, Fette, Kraftstoffe und viele Lösungsmittel
  • Sehr gute Dämpfungseigenschaften für Stöße und Vibrationen
  • Hohe Weiterreißfestigkeit und Schnittfestigkeit
  • Begrenzte Temperaturbeständigkeit, typischerweise von –30 °C bis +80 °C, in Spezialtypen bis +120 °C

 

Einsatzbereiche & Materialkombinationen von Polyurethan-Elastomere (PU)

PU wird für Vibrationsdämpfer, Gummi-Metall-Verbundteile, Rollen, Räder, Dichtungen, Formteile, Förderbänder, Siebe und Beschichtungen eingesetzt. In der Automobilindustrie dient es für Lagerbuchsen, Stoßdämpferkomponenten und Karosserieverstärkungen. In Maschinenbau und Fördertechnik schützt PU stark beanspruchte Komponenten vor Abrasion und erhöht deren Lebensdauer. Durch Kombination mit Metallen, Kunststoffen oder Geweben lassen sich Verbundteile herstellen, die sowohl hohe mechanische Belastungen aufnehmen als auch komplexe Geometrien abbilden können.