Was ist GFK?

GFK, kurz für glasfaserverstärkter Kunststoff, ist ein faserverstärkter Verbundwerkstoff, bei dem Glasfasern in eine Kunststoffmatrix (Harz oder thermoplastischer Kunststoff) eingebettet sind. Das Material verbindet hohe Festigkeit, gute Formstabilität und Witterungsbeständigkeit mit einem vergleichsweise niedrigen Gewicht. GFK ist heute ein verbreiteter Werkstoff im Maschinenbau, Fahrzeugbau, Bauwesen und der Elektrotechnik.

 

Eigenschaften von GFK

GFK besteht aus zwei Hauptkomponenten:

  • Verstärkungsfasern aus Glas – meist in Form von Gewebe, Matten oder Rovings
  • Matrixmaterial – z.B. ungesättigtes Polyesterharz, Epoxidharz oder Vinylester

 

Die Kombination ergibt einen robusten, vielseitig formbaren Werkstoff mit folgenden Eigenschaften:

  • Gute mechanische Festigkeit, besonders in Faserrichtung
  • Korrosionsbeständig, auch in feuchter oder aggressiver Umgebung
  • Elektrisch isolierend (je nach Fasertyp und Harz)
  • Hohe Dauerfestigkeit bei guter Vibrationsdämpfung (besser als CFK)
  • Temperaturbeständig abhängig von der Matrix bis ca. +120°C
  • Vergleichsweise kostengünstig im Vergleich zu CFK

 

Im Gegensatz zu CFK ist GFK weniger steif, aber preislich attraktiver und einfacher zu verarbeiten – auch in großen Stückzahlen.

 

Anwendung von GFK

GFK kommt in vielen Branchen zum Einsatz, darunter:

  • Fahrzeugbau: Stoßfänger, Verkleidungen, Dachaufbauten
  • Maschinen- und Anlagenbau: Gehäuse, Hauben, Schutzsysteme
  • Bauwesen: GFK-Gitterroste, Bewehrungen, Fassadenelemente
  • Elektrotechnik: Isolierteile, Schaltschränke
  • Windenergie: Rotorblätter und Strukturteile
  • Sport und Freizeit: Boote, Kajaks, Modellbau, Sportgeräte

 

Verarbeitungstechniken umfassen Handlaminieren, RTM (Resin Transfer Molding), Pultrusion oder Wickelverfahren.