Was ist Edelstahl?

Edelstahl ist ein korrosionsbeständiger und langlebiger Werkstoff auf Eisenbasis, der durch Legierungselemente wie Chrom, Nickel oder Molybdän besonders widerstandsfähig gegen Korrosion, chemische Medien und hohe Temperaturen ist. In der Gummi- und Kunststofftechnik dient Edelstahl häufig als Trägermaterial für Verbundteile, z.B. bei Gummi-Metall-Verbindungen. Vorteile sind die hohe Festigkeit und chemische Beständigkeit.

 

Eigenschaften von Edelstahl

Edelstahl zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit und hervorragende Korrosionsbeständigkeit aus, bedingt durch einen hohen Chromanteil von mindestens 10,5%. Je nach Legierung ist Edelstahl zudem hitzebeständig, säurebeständig oder magnetisch. Er ist gut schweißbar, gut umformbar, hygienisch, lebensmitteltauglich und zeigt eine lange Lebensdauer, selbst unter extremen Umweltbedingungen. Der Elastizitätsmodul von Edelstahl liegt bei ca. 210 GPa, die Zugfestigkeit liegt abhängig von der Zusammensetzung und Verarbeitung bei 500 MPa bis 1100 MPa, gehärtet bis 1400 MPa.

 

Typische Werkstoffgruppen:

  • 1.4301 (AISI 304, auch bekannt als V2A): Rostfreier Standardstahl für Lebensmittel und Medizintechnik
  • 1.4404 (AISI 316L): Besonders säure- und chloridbeständig, z.B. für Chemie- oder Meerwasseranwendungen

 

Anwendung von Edelstahl

Edelstahl wird branchenübergreifend eingesetzt – u.a. in:

  • Gummi-Metall-Verbundteilen für aggressive Medien oder Hygieneanwendungen
  • Dichtungen, Ventilsitze, Gehäuse und Schraubverbindungen
  • Apparatebau, Maschinenbau und Medizintechnik
  • Lebensmittel- und Pharmaindustrie (wegen Korrosionsbeständigkeit und Reinigungseigenschaften)
  • Bauwesen (z.B. Fassadenelemente oder Geländer)

 

Die Kombination mit Gummi (z.B. FKM, EPDM, VMQ) ermöglicht Bauteile mit dauerhafter Dichtwirkung, chemischer Beständigkeit und mechanischer Stabilität.