Abrieb – ein zentraler Qualitätsfaktor

Was ist Abrieb?

Abrieb bezeichnet den Materialverlust an der Oberfläche eines Bauteils durch mechanische Reibung in Kontakt mit anderen Körpern, z.B. beim Gleiten oder Rollen. In der Gummi- und Kunststofftechnik ist die Abriebfestigkeit ein zentraler Qualitätsfaktor. Insbesondere bei Gummiformteilen und Silikonformteilen, z.B. den dynamisch belasteten Bauteilen, Dichtungen, Rollen, Federelementen und Dichtlippen ist dieser Qualitätsfaktor ausschlaggebend.

 

Welche Einflussfaktoren auf Abrieb gibt es?

Abrieb entsteht durch:

  • Reibung zwischen zwei bewegten Oberflächen
  • Kontakt mit rauen oder abrasiven Materialien
  • Dauerhafte Schwingung oder Vibration –> innerer Abrieb führt mit der Zeit zu mechanischer Schädigung

Verschiedene Gummimaterialien sowie Verbundteile wie z.B. Metall-Verbundteile zeigen je nach Rezeptur und Einsatzbedingungen eine unterschiedliche Abriebfestigkeit. Daher ist die Auswahl des richtigen Gummi-Rohmaterials elementar für die langfristige Funktion des entsprechenden Bauteils.

 

Welche Prüfverfahren gibt es?

Die Abriebfestigkeit wird durch genormte oder standardisierte Tests bestimmt, z.B.:

  • DIN ISO 4649: Trommel-/Rollenabrieb
  • Taber-Abriebst / Akron-Abriebstest: eine oder zwei Schleifscheiben rollen auf einer rotierenden Probe ab
  • der Schleifverlust wird in mm³ als Volumenverlust pro Zeiteinheit angegeben

 

Die Ergebnisse helfen bei der Materialauswahl für stark beanspruchte Bauteile.