Knickschutztüllen
Stecker, Gehäusedurchführung oder fest definierter Kabelabgang: Die passende Knickschutztülle richtet sich nach den Anforderungen der Baugruppe. Als Hersteller von individuellen Knickschutztüllen setzen wir Durchmesser, Rippen, Biegeradius, Befestigung, etc. als kundenspezifische Gummitülle um.
- Fertigung nach Maß
- Losgrößen 1 bis 1 Mio. Stk.
- Expressproduktion ab 2 Wochen
- 100% Zuverlässigkeit & Proaktivität
Knickschutztüllen als Sonderanfertigung
gefertigt für Ihre Leitung
Eine Knickschutztülle führt ein Kabel am Übergang zu Stecker, Gehäuse oder Gerät und verteilt die Biegung über einen definierten Schaft. Dadurch konzentriert sich die Leitungsbewegung nicht ausschließlich an der starren Austrittskante. Da Kabelaufbau, Biegeradius, Bewegungsrichtung und Einbauraum bei jeder Baugruppe anders ausfallen, fertigen wir jede Knickschutztülle nach Zeichnung individuell und verkaufen keine Standardgeometrien.
Ein geschlossener konischer Schaft führt die Leitung über einen stetig veränderten Querschnitt vom starren Anschluss in den beweglichen Bereich. Länge, Öffnungswinkel und Wandstärkenverlauf bestimmen, wie früh die Biegung einsetzt und über welche Strecke sie verteilt wird
Knickschutztülle konischer Schaft
Umlaufende Rippen unterteilen den Schaft in aufeinanderfolgende Biegezonen. Über Rippenhöhe, Rippenabstand und Kerndurchmesser kann die Kontur am Anschluss steifer und in Richtung Kabelausgang schrittweise beweglicher ausgelegt werden
Knickschutztülle Rippenprofil
Bei seitlichem Kabelabgang kann der vorgesehene Leitungsverlauf bereits in die Formteilgeometrie integriert werden. Die Leitung verlässt den Anschluss dadurch in ihrer montierten Ausgangsrichtung, ohne dass ein gerader Schaft dauerhaft gegen seine Neutralstellung gebogen werden muss
Knickschutztülle abgewinkelt
Eine umlaufende Nut fixiert die Tülle formschlüssig in einer Blech- oder Gehäuseöffnung. Nutbreite, Bunddurchmesser und Einführkontur werden an Materialstärke, Durchbruch und Montageweg angepasst. In dieser Ausführung übernimmt das Bauteil zusätzlich die Funktion einer Gummitülle
Knickschutztülle mit Gehäusenut
Flansch, Kragen oder Hinterschnitt bilden die Schnittstelle zu Steckergehäuse, Sensor, Handgerät oder Maschinenverkleidung. Für vorkonfektionierte Leitungen wird geprüft, ob die Kabeltülle vor dem Stecker montiert, über den vorhandenen Anschluss geschoben oder mit einer teilbaren Kontur ausgeführt werden muss
Knickschutztülle mit Flansch
Ovale, rechteckige oder getrennte Durchlässe können Flachleitungen oder mehrere Kabel in einer Gummi-Knickschutztülle aufnehmen
Knickschutztülle für Flachkabel
Vorteile einer Knickschutztülle nach Maß
Eine kundenspezifische Gummi Knickschutztülle wird eingesetzt, wenn Standardware den verfügbaren Bauraum, die Leitung oder die Anschlussgeometrie nicht ausreichend abbildet. Die Sondergeometrie verbindet den erforderlichen Bewegungsspielraum mit einer Befestigung, die zur Baugruppe und zum vorgesehenen Montageablauf passt.
- Verteilung der Biegebewegung: Schaftlänge, Rippen und Wandstärkenübergänge beeinflussen den Biegeverlauf, sodass sich die Bewegung über eine größere Strecke verteilen kann, statt sich am Übergang vom flexiblen Kabel zum starren Anschluss zu konzentrieren.
- Anpassung an begrenzten Bauraum: Das vollständig anpassbare Design der Knickschutztülle ermöglicht die Integration auch in Gehäuse mit engen Abständen oder ungewöhnlichen Austrittsrichtungen.
- Abstimmung auf vorkonfektionierte Kabel: Bei Leitungen mit montierten Steckern lassen sich Öffnungsquerschnitt und Montagefolge berücksichtigen und bei Bedarf axiale Trenn- oder Anschlusskonzepte integrieren.
- Definierte Befestigung am Anschluss: Nut, Bund, Flansch oder Rastkontur verbinden den flexiblen Schaft mit der Gegenkontur und wird flexibel an das Gehäuse angepasst.
- Kombination mehrerer Funktionen: Die Tülle kann neben dem Knickschutz eine Leitung führen, eine Gehäuseöffnung abdecken oder eine Dichtkontur tragen.
Knickschutztüllen -
abgestimmt auf Ihre Anwendung
- Eigener Werkzeugbau: Formen entstehen intern, ohne externe Wartezeiten
- Expressproduktion möglich: erste Muster bereits in 2–3 Wochen lieferbar
- Flexible Größen und Stückzahlen
- Sonderanfertigung in Losgröße 1 bis Großserien
Der passende Werkstoff
für Ihre Knickschutztülle
Für die Werkstoffwahl sind insbesondere die erforderliche Flexibilität und Rückstellung, der Temperaturbereich, die am Einsatzort auftretenden Medien und Witterungseinflüsse sowie die Verträglichkeit mit dem Kabelmantel relevant.
EPDM Knickschutztülle
EPDM eignet sich für Außenanwendungen unter Witterungseinfluss und deckt abhängig von der Mischung einen Temperaturbereich von etwa -50 °C bis +130 °C ab.
NBR Knickschutztülle
NBR kommt bei Kontakt mit Mineralölen und Temperaturen bis +110 °C zum Einsatz.
HNBR Knickschutztülle
Wenn zusätzliche Hitzeresistenz oder eine stärkere Ölbeständigkeit notwending sind als bei NBR, kommen Knickschutztüllen aus HNBR zum Einsatz.
Silikon Knickschutztülle
Silikonkautschuk verbindet hohe Dehnfähigkeit mit einem breiten Temperaturbereich von etwa -50 °C bis +220 °C und eignet sich damit für bewegliche Leitungsübergänge bei niedrigen oder hohen Temperaturen.
FKM Knickschutztülle
FKM bietet Beständigkeit gegenüber Kraftstoffen und Mineralölen bis etwa +220 °C. Aufgrund der höhere Shore Härte ist es jedoch bei stark beweglichen Knickschutzzonen nur eingeschränkt verwendbar.
TPE Knickschutztülle
TPE ermöglicht flexible Knickschutzelemente im Spritzguss und ist daher besonders für größere Stückzahlen mit keinen speziellen chemischen Resistenzen relevant.
Welche Faktoren
sind für die Auslegung einer Knickschutztülle relevant?
Die Geometrie einer Knickschutztülle bestimmt, wie das angeschlossene Kabel geführt wird und wie sich Biegebeanspruchungen entlang des Austritts verteilen. Als Knickschutztüllen Hersteller unterstützen wir Sie beim Design Ihrer Knickschutztülle nach Maß und liefern technische Beratung zu fertigungsoptimierten Design und konstruktiver Auslegung.
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Innendurchmesser
Der Innendurchmesser wird auf den Kabeldurchmesser abgestimmt. Eine engere Ausführung verbessert die Führung und Fixierung, während zusätzliches Spiel die Montage erleichtern oder Kabeltoleranzen aufnehmen kann.
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Länge der Knickschutzzone
Eine längere Knickschutzzone verteilt die Biegung über einen größeren Bereich. Eine kürzere Ausführung benötigt weniger Bauraum, führt das Kabel jedoch auf einer kompakteren Strecke.
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Wandstärke
Größere Wandstärken erhöhen die Abstützung, geringere Wandstärken ermöglichen eine flexiblere Bewegung.
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Außenkontur und Verjüngung
Der Verlauf der Außenkontur beeinflusst, wie gleichmäßig die Tülle nachgibt. Eine abgestufte oder kontinuierliche Verjüngung kann den Übergang vom festen Anschluss zum beweglichen Kabel gezielt gestalten.
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Rippen und Biegezonen
Anzahl, Abstand, Tiefe und Breite von Rippen ermöglichen eine Anpassung der Beweglichkeit Ihrer Knickschutztülle. Dadurch können einzelne Bereiche steifer oder flexibler ausgeführt und bevorzugte Biegeverläufe erzeugt werden.
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Übergangsradien
Ausreichend große Radien an Geometrieübergängen begünstigen einen gleichmäßigen Kraftverlauf. Sehr abrupte Querschnittsänderungen führen dagegen zu stärker lokalisierten Verformungen.
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Austrittswinkel
Neben einer geraden Ausführung sind auch abgewinkelte Geometrien möglich. Der Austrittswinkel kann an die Einbaulage angepasst werden und das Kabel gezielt in die vorgesehene Richtung führen.
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Anschlussgeometrie
Flansche, Nuten, Hinterschneidungen oder Einsteckbereiche bestimmen die Befestigung der Tülle am Gehäuse. Ihre Gestaltung beeinflusst zugleich die Montage, den Sitz und die Übertragung auftretender Zug- und Biegekräfte.
Sie haben Fragen zu
Knickschutztüllen?
Wir haben Antworten!
Welche Funktion erfüllt eine Knickschutztülle am Kabelausgang?
Am Übergang von einem starren Stecker oder Gehäuse zu einer beweglichen Leitung können sich Biegebewegungen auf einen kurzen Bereich konzentrieren. Die Knickschutztülle verlängert diesen Übergang und verteilt die Kabelbewegung über eine größere Strecke. Gleichzeitig schützt sie den Kabelmantel vor dem Kontakt mit scharfen Gehäusekanten und kann abhängig von der Anschlussgeometrie zur Abdeckung der Austrittsstelle beitragen.
Welche Faktoren bestimmen die erforderliche Tüllenlänge?
Maßgeblich sind der zulässige Biegeradius und der Außendurchmesser des Kabels sowie Bewegungswinkel, Einbauraum und Austrittsrichtung. Die Länge sollte so gewählt werden, dass die Biegung innerhalb der flexiblen Zone beginnt und sich nicht unmittelbar hinter deren Ende konzentriert. Auch Werkstoffhärte, Wandstärkenverlauf und Rippengeometrie beeinflussen den benötigten Bauraum.
Welche Vorteile bieten konische oder abgestufte Konturen?
Bei einem konstanten Querschnitt entsteht am Übergang zum frei beweglichen Kabel ein deutlicher Unterschied in der Biegesteifigkeit. Eine Verjüngung oder abgestufte Rippenstruktur lässt die Tülle zum Kabelende hin flexibler werden und verteilt die Bewegung gleichmäßiger. Welche Kontur geeignet ist, ist abhängig von der Einbausituation, dem Bewegungsablauf und dem Werkstoff.
Welche Dichtwirkung kann zwischen Tülle und Kabelmantel entstehen?
Ein gegenüber dem Kabeldurchmesser kleiner ausgeführter Durchlass erzeugt eine umlaufende Anpressung und kann Schutz gegen Staub oder Spritzwasser unterstützen. Für weitergehende Dichtanforderungen können zusätzliche Dichtlippen im Inneren der Knickschutztülle angebracht werden. Die erforderliche Dichtwirkung muss für die vollständige Baugruppe definiert werden, da Kabeltoleranzen, Oberflächen, Bewegung, Medium und Druckrichtung die Auslegung beeinflussen.
Kann eine Knickschutztülle mit dem Steckergehäuse direkt verbunden werden?
Bei geeigneten Metall- oder Kunststoffträgern kann die Knickschutzülle während direkt auf das Gehäuse aufvulkanisiert und so stoffschlüssig verbunden werden. Dazu werden die Oberflächen entfettet, aufgeraut und mit einem Haftvermittler lackiert, bevor aus Metall und Gummi im Werkzeug ein Verbundbauteil entsteht. Dabei fertigen wir sowohl Kunststoff, als auch Metallgehäuse in-house an unserem Standort in Bayern.
Wie wird eine Knickschutztülle hergestellt?
Die Innenbohrung und Außenkontur werden durch den Kern und die Kavität eines Formwerkzeugs abgebildet, das wir bei GUME im eigenen Werkzeugbau konstruieren und fertigen. Der Rohkautschuk wird dann – je nach Verfahren – in die Kavitäten des Werkzeugs eingelegt oder eingespritzt und auf ca. 180°C erhitzt. Dabei erhält der Gummi/Silikon seine schlussendliche Form einer Knickschutztülle nach Zeichnung durch chemische Vernetzung. Nach dem Entformen werden die Knickschutztüllen durch kryogenes oder manuelles Entgraten vom Grat befreit und für den Versand verpackt.
Kann eine geteilte Knickschutztülle nachträglich montiert werden?
Für die Nachrüstung sind Ausführungen mit Längsschlitz, überlappender Trennfuge, ineinandergreifenden Konturen oder zwei miteinander verbundenen Halbschalen möglich. Die Teilung beeinflusst jedoch die Dichtwirkung und das Verhalten bei wiederholter Biegung. Ob eine geteilte Bauform geeignet ist, hängt deshalb von Montagezugang, Bewegungsbeanspruchung und den Anforderungen an die geschlossene Fuge ab.