O-Ring nach Maß

Wir fertigen O-Ringe nach Maß und Ihrer Zeichnung. Als O-Ring Hersteller mit eigenem Werkzeugbau konstruieren wir die Form, wählen die passende Mischung und pressen den O-Ring in Sonderanfertigung an unserem Standort bei München. Sie erhalten einen O-Ring, dessen Maße sich nach Ihrem Einbauraum richten und nicht nach einer Normreihe.

O-Ring Sonderanfertigung nach Ihrer Zeichnung

Wir führen keine Katalogware. Alle unsere O-Ring Sonderanfertigungen entstehen nach Ihren Vorgaben: Innendurchmesser, Schnurstärke, Shore-Härte, Werkstoff und Farbe stimmen wir auf Ihren Anwendungsfall ab. Liegt noch keine finale Geometrie vor, beraten wir Sie bei der Auslegung im Rahmen unserer Konstruktionsunterstützung.

Vorteile eines O-Rings nach Maß gegenüber Normteilen

Ein O-Ring aus dem Katalog zwingt die Konstruktion dazu, den Einbauraum an verfügbare Maße anzupassen. Eine Sonderanfertigung dreht dieses Verhältnis um.

Nach Maß gefertigte O-Ringe -
individuell abgestimmt von GUME

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Materialien für Ihren O-Ring
nach Maß

Die passende Elastomermischung entscheidet über Beständigkeit, Temperaturfenster und Standzeit Ihrer Sonder-O-Ringe. Wir verarbeiten alle gängigen Elastomere, in allen verfügbaren Shore-Härten und beraten Sie offen, welcher Werkstoff Ihre Anforderung am wirtschaftlichsten erfüllt.

Einsatz bei Umgebungen mit Mineralöl, Fett und Hydraulikflüssigkeiten von etwa -30 °C bis +110 °C, eingesetzt in Hydraulikzylindern, Pumpengehäusen und Verschraubungen des allgemeinen Maschinenbaus.

Ölbeständigkeit von NBR bei höherer Temperatur- und Alterungsbeständigkeit bis etwa +150 °C, eingesetzt in Klimakreisläufen, Kompressoren und Motorperipherie.

Beständig gegen Heißwasser, Heißdampf, Bremsflüssigkeit, Ozon und Witterung von etwa -50 °C bis +130 °C, aber nicht gegen Mineralöle. EPDM-O-Ringe werden häufig eingesetzt in Trinkwasser- und Heizungsarmaturen, in der Sanitärtechnik und in Bremssystemen.

Für aggressive Chemikalien, Kraftstoffe und Dauertemperaturen von etwa -30 °C bis +220 °C, eingesetzt in Kraftstoffsystemen, Chemiepumpen und heißen Aggregaten.

Temperaturfenster von -50°C bis +220 °C, physiologisch unbedenklich und FDA-konform einstellbar, eingesetzt in Medizintechnik, Lebensmittelanlagen und Sterilisationstechnik.

Tieftemperaturflexibilität des Silikons bis -65 °C kombiniert mit Beständigkeit gegen Kraftstoffe und unpolare Medien, eingesetzt in Kraftstoffsystemen der Luftfahrt und in Prüfständen mit tiefen Starttemperaturen.

Chloropren mit Beständigkeit gegen Witterung, Ozon, Kältemittel und moderaten Ölkontakt, eingesetzt in Kälteanlagen, in der Klimatechnik und an Bauteilen im Außeneinsatz.

Vier Größen entscheiden über die Dichtfunktion eines O-Rings nach Maß

Unsere individuell gefertigten O-Ring dichtet nicht durch das Maß allein, sondern durch das Zusammenspiel von Schnurstärke, Nutgeometrie und Werkstoffhärte. Die folgenden fünf Größen stimmen wir gemeinsam miteinander ab, bevor das Werkzeug entsteht.

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Vepressungsgrad

Bei statischer Abdichtung liegt der Richtwert zwischen 15 % und 30 % der Schnurstärke, bei dynamischer Belastung bei maximal 20 %. Zu geringe Verpressung führt zu Leckage, sobald sich der Werkstoff setzt. Zu hohe Verpressung erzeugt bleibenden Druckverformungsrest und verkürzt die Standzeit.

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Nutfüllgrad

Im verpressten Zustand sollte die Nut zu etwa 85 % gefüllt sein. Das verbleibende Volumen nimmt die Ausdehnung durch Erwärmung und Medienquellung auf. Fehlt diese Reserve, steigt der Innendruck im Querschnitt und der Ring wird über die Nutkante gedrückt.

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Nuttiefe und Nutbreite

Die Nuttiefe muss kleiner sein als die Schnurstärke, die Nutbreite mindestens der Schnurstärke entsprechen. Anliegende Kanten sollten verrundet und Einführfasen vorgesehen werden, damit der Ring bei der Montage nicht angeschnitten oder im Betrieb geschädigt wird.

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Spaltmaße und Extrusionsgrenze

Bei hohem Druck Verbindung und einer weichen Gummimischung kann der O-Ring nach Maß in den Dichtspalt gedrückt und über die Nutkante abgeschert werden. Drei Stellhebel wirken dagegen: höhere Shore-Härte, enger toleriertes Spaltmaß oder ein Stützring.

Bei GUME laufen alle Schritte unter einem Dach, von der Werkzeugkonstruktion bis zum maßgefertigen O-Ring. Dadurch entfallen Abstimmungsschleifen zwischen mehreren Lieferanten und Sie haben einen verantwortlichen Ansprechpartner.

O-Rine nach Maß in 4 Fertigungsschritten

1. Auslegung & Designfestlegung

Auf Basis Ihrer Zeichnung und Ihres 3D-Modells prüfen wir Maße und Toleranzen, beraten zu möglichen Designoptimierungen, stimmen Werkstoff, Härte und Staffelmengen mit Ihnen ab und erstellen ein kostenloses Angebot.

2. Mischungswahl & Werkzeugbau

Passend zur Anwendung wählen oder entwickeln wir die Gummimischung. Parallel entsteht die Form im eigenen Werkzeugbau, je nach Stückzahl und geforderter Standzeit aus Aluminium oder Werkzeugstahl.

3. Formgebung & Vulkanisation

Große Querschnitte und kleine Losgrößen fertigen wir im Kompressionspressverfahren, filigrane Querschnitte im Transferpressverfahren, hohe Stückzahlen im Spritzguss. Der Rohkautschuk vulkanisiert unter Druck und Temperatur in der O-Ring Kavität aus.

4. Entgratung, Prüfung & Auslieferung

Je nach Bauteilgeometrie entgraten wir Sonder-O-Ringe entweder mittels kryogenem Entgraten, Trowalisieren oder Schleifen. Auf Wunsch dokumentieren wir die Werte in einem Erstmusterprüfbericht. Erst danach wird Ihre Charge ausgeliefert.

Sie haben Fragen zu
sonderangefertigten O-Ringen
Wir haben Antworten!

Sobald kein Normmaß zum Einbauraum passt oder der Werkstoff nicht als Lagerware verfügbar ist, ist die Sonderanfertigung ab Stückzahl 1 bzw. der O-Ring-Prototyp Prototyp die einzige Option. Wirtschaftlich wird sie gegenüber Katalogware meist ab einigen tausend Stück pro Jahr, abhängig von Ringgröße und Werkstoff.

Für Innendurchmesser und Schnurstärke orientieren wir uns an ISO 3601-3 Klasse A oder B. Engere Toleranzen sind möglich, erhöhen aber den Werkzeug- und Prüfaufwand. Welche Klasse sinnvoll ist, ergibt sich aus Nuttoleranz und Verpressungsfenster.

Von Mikroteilen ab 0,01 g bis zu individuell gefertigten Maxi-O-Ringen mit 650 mm Durchmesser. Die maximale Bauteilabmessung in unseren Pressen beträgt 650 × 750 mm.

Für O-Ringe bestehen zwei Gruppen von Normen: Abmessungsnormen, die Innendurchmesser und Schnurstärke in festen Reihen ordnen, und Qualitätsnormen, die Toleranzen, Oberflächenzustand, Einbauräume und Werkstoffkennwerte regeln. Die international führende Norm ist ISO 3601, die Maße und Toleranzen, Einbauräume, Form- und Oberflächenanforderungen, Stützringe und Werkstoffanforderungen definiert. Daneben wird vor allem AS568 aus dem angloamerikanischen Raum in Zoll verwendet. Wir fertigen nach jeder dieser Reihen und ebenso außerhalb, wenn kein Normmaß zu Ihrem Einbauraum passt.

Bei dynamischer Belastung liegt der Richtwert bei maximal 20 % der Schnurstärke, statisch sind 15 bis 30 % üblich. Höhere Werte steigern Reibung, Verschleiß und Druckverformungsrest, ohne die Dichtwirkung zu verbessern.

Der Füllgrad sollte bei etwa 85 % liegen. Das verbleibende Volumen nimmt die Ausdehnung durch Erwärmung und Medienquellung auf. Ohne diese Reserve steigt der Druck im Querschnitt, der Ring wird über die Nutkante gedrückt und die Standzeit sinkt.

Wir bringen Gummi in Form und Ihre Projekte zum Laufen