Leergehäuse aus Kunststoff | B2B

Wir verfügen über eine Kunststoffgehäuse Fertigung im Spritzgussverfahren nach Ihrer Zeichnung und integrieren die passende Gummidichtung direkt im Fertigungsprozess. Was andere Kunststoffgehäuse Hersteller auf zwei Lieferanten aufteilen, liefern wir als abgeschlossene, geprüfte Einheit – aus einer Hand.

Warum Kunststoffgehäuse
mit integrieter Dichtung?

Kunststoffgehäuse mit aufvulkanisierter Dichtung kombinieren niedriges Gewicht, elektrische Isolation und Korrosionsfreiheit mit einer fest integrierten Dichtfunktion. Im Spritzguss entstehen Wandstärken, Rippen, Dome und Dichtkonturen reproduzierbar direkt aus dem in-house gefertigten Werkzeug. Die Dichtung wird auf die vorbereitete Kunststoffoberfläche aufvulkanisiert und bildet mit dem Gehäuse eine montagefertige Funktionseinheit.

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Kunststoffgehäuse mit integrierter Gummidchtung
- aus Bayern

Die Kombination aus Spritzguss-Kunststoffgehäuse und dauerhaft aufvulkanisierter bzw. angespritzter Gummidichtungen sind eine unserer Kernkompetenzen im Bereich Gummi Kunststoff Verbindungen. Das Gehäuse aus Kunststoff wird nach Ihren Konstruktionsdaten in unserem Werkzeugbau gefertigten Spritzgusswerkzeug produziert. Die Dichtung wird in der nachgelagerten Vulkanisation direkt an die Kunststoffoberfläche gefügt – positionsgenau, reproduzierbar und ohne zusätzliche Montage auf Ihrer Seite. Als Ausgangsmaterial setzen wir je nach Anforderung technische Thermoplaste oder hochtemperaturbeständige Kunststoffe in Kombination mit einem passenden Elastomer ein.

Kunststoff Leergehäuse mit Gummidichtung -
individuell gefertigt von GUME

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Das passende Material für Ihr Kunststoff Leergehäuse

Die Werkstoffwahl bestimmt die Steifigkeit, Temperaturbeständigkeit, Chemikalienresistenz und die Kosten Ihrer Kunststoffgehäuse nach Maß. Als erfahrener Kunststoffgehäuse Hersteller verarbeiten wir bei GUME alle gängigen technischen Thermoplaste und beraten Sie offen, welches Material Ihre Anforderungen am wirtschaftlichsten erfüllt.

Werkstoff Gewicht Steifigkeit Temperatur- beständigkeit Chemikalien- beständigkeit UV- / Witterungs- beständigkeit Haftung zu Gummi Kosten
ABS bis ca. 80 °C
PA6 / PA66 bis ca. 120 °C
PA-GF (glasfaserverstärkt) bis ca. 140 °C
PC (Polycarbonat) bis ca. 130 °C
PBT bis ca. 140 °C
POM bis ca. 100 °C
PP bis ca. 100 °C
PPS bis ca. 220 °C
PEEK bis ca. 260 °C

Die passende Gehäusedichtung
zu Ihrem Leergehäuse aus Kunststoff

Nicht jede Dichtung passt zu jedem Einsatz. Weil wir in unserer Kunststoffgehäuse Fertigung auch die Dichtung entwickeln, stimmen wir den Gummiwerkstoff auf Ihre Einsatzumgebung wie Chemikalien, Temperaturen, Ausgasungen und Normen ab – ohne die Kompromisse, die Standardware mit sich bringt. Dadurch sind einfache Schutzklassen wie IP54, aber auch die höchste Schutzklasse IP69 zuverlässig erreichbar.

Kunststoffgehäuse mit TPE-Dichtung

Sehr gute Haftung, wirtschaftliche Verarbeitung insbesondere bei Stückzahlen ab 1.000 Einheiten

Kunststoffgehäuse mit EPDM-Dichtung

Zuverlässig im Außeneinsatz, beständig gegen UV-Strahlung, Ozon und Heißwasser, nicht geeignet für Öle und Kraftstoffe

Kunststoffgehäuse mit NBR-Dichtung

Für Leergehäuse, die mit Mineralölen, Kraftstoffen oder Hydraulikflüssigkeiten in Kontakt stehen

Kunststoffgehäuse mit HNBR-Dichtung

Höchste Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien und Kraftstoffen bei Dauertemperaturen bis +200 °C – der Hochleistungswerkstoff unter den Elastomeren

Kunststoffgehäuse mit FKM-Dichtung

Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien und bei Temperaturen bis +200 °C – in Kombination mit hochtemperaturbeständigen Thermoplasten wie PPS oder PEEK

Kunststoffgehäuse mit Silikondichtung

Breiter Temperatureinsatzbereich von −50 °C bis +220 °C, FDA-konform und prädestiniert für Lebensmittel- und Medizintechnikanwendungen

Kunststoffgehäuse mit CR-Dichtung

Robuste Allround-Lösung für Witterungsbeständigkeit, Ozonresistenz und moderaten Kontakt mit Ölen, Fetten und Kältemitteln

Kunststoffgehäuse mit Dichtung in 4 Fertigungsschritten

Die Herstellung eines Kunststoffgehäuses mit aufvulkanisierter Gummidichtung ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem Kunststoff- und Gummiverarbeitung ineinandergreifen. Bei GUME laufen alle Schritte unter einem Dach – von der Werkzeugkonstruktion bis zur geprüften Baugruppe.

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Design- und Materialfestlegung

Am Anfang steht die konstruktive Auslegung von Kunststoffgehäuse und Deckel sowie der Werkstoffpaarung. Kunststoff und Elastomer müssen zu Medien, Temperatur und Druck passen und chemisch kompatibel sein. Dichtungsnut, Wandstärken und Verschlussart – etwa Verschraubung, Schnapphaken oder Ultraschallschweißnaht – legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.

02 / 04

Kunststoffgehäuse Spritzgussfertigung

Anschließend werden das Gehäuse aus Kunststoff und – falls gewünscht – der Deckel in den zuvor im eigenen Werkzeugbau gefertigten Spritzgusswerkzeugen produziert. Das aufgeschmolzene Kunststoffgranulat wird unter hohem Druck in die Kavität eingespritzt, kühlt dort kontrolliert ab und wird anschließend entformt. Für ein dichtes Gehäuse aus Kunststoff sind gleichmäßige Wandstärken, definierte Entformungsschrägen und eine präzise ausgelegte Dichtungsnut erforderlich.

03 / 04

Vorbereitung der Haftflächen und Aufvulkanisation

Die Dichtungsflächen werden gereinigt, entfettet und je nach Werkstoffpaarung mit einem haftvermittelnden Primer behandelt. Anschließend wird der Gummicompound im Vulkanisationswerkzeug unter Druck und Temperatur direkt angespritzt – am Leergehäuse, am Deckel oder an beiden. Es entsteht eine stoffschlüssige Verbindung, bei der im Versagensfall der Gummi reißt.

04 / 04

Montage, Prüfung und Qualitätssicherung

Auf Wunsch übernehmen wir die Vormontage von Kunststoff-Leergehäuse und Deckel inklusive Gewindeeinsätzen und Einpressmuttern oder Beistellteilen. Jede Baugruppe durchläuft eine definierte Qualitätskontrolle: Maßhaltigkeit, Oberfläche und bei Bedarf Dichtheitsprüfung bis zur geforderten Schutzklasse. Erst danach wird das Gehäuse an Sie ausgeliefert.

Sie haben Fragen zu
Leergehäusen aus Kunststoff mit Dichtung?
Wir haben Antworten!

Die Verbindung entsteht entweder im Zweikomponenten-Spritzguss, bei dem Kunststoffgehäuse und Elastomerdichtung im selben Werkzeug gefügt werden, oder in der nachgelagerten Vulkanisation unter Einsatz eines Haftvermittelers. In beiden Fällen entsteht eine stoffschlüssige Verbindung, die so belastbar ist, dass im Versagensfall der Gummi reißt – nicht die Grenzfläche zum Kunststoff. Ausschlaggebend ist die Kompatibilität zwischen Thermoplast und Gummi, die wir bereits in der Auslegungsphase gemeinsam mit Ihnen festlegen.

Als Faustregel rechnet sich Spritzguss ab etwa 500 bis 1.000 Stück, abhängig von Bauteilgröße und Komplexität. 3D-Druck ist zwar flexibel, hat aber deutliche Nachteile bei Oberflächenqualität, Maßhaltigkeit und Dichtflächen.

Ja, beides ist problemlos möglich. Für transparente Gehäuse setzen wir Werkstoffe wie PC ein. Kunststoffgehäuse in Schwarz, weiß oder Farbe werden über Farbpigmente und dem Granulat direkt im Spritzguss durchgefärbt – das ist langzeitstabil, kratzunempfindlich und in nahezu allen RAL-Tönen verfügbar.

Beim Ultraschallschweißen werden die Fügeflächen durch hochfrequente mechanische Schwingungen (typisch 20–35 kHz) vom Gehäusehersteller unter Druck lokal aufgeschmolzen. Eine dafür vorgesehene Energierichtungsgeber-Naht konzentriert die Energie auf die Fügezone. Nach Sekundenbruchteilen entsteht eine stoffschlüssige, dichte Verbindung ohne Klebstoff oder zusätzliche Bauteile. Als Kunststoffgehäuse Hersteller produzieren wir nicht nur, sondern montieren bei Bedarf auch Bauteile im Inneren Ihres Kunststoffgehäuses nach Maß und verschweißen die Gehäusehälften mittels Ultraschall.

Kabeldurchführungen werden über Kabelverschraubungen (z. B. M-Verschraubungen mit Dichteinsatz), umspritzte Tüllen oder direkt aufvulkanisierte Elastomerdurchführungen realisiert. Die Bohrung wird bereits im Spritzguss des Leergehäuses aus Kunststoff vorgesehen. Bei korrekter Auslegung sind Schutzklassen bis IP68 zuverlässig erreichbar – auch bei mehreren Kabeln unterschiedlichen Durchmessers.

Ja. Kunststoffgehäuse lassen sich lackieren, tampondrucken, lasermarkieren oder mit funktionalen Beschichtungen (z. B. EMV-Abschirmung) versehen. Wir empfehlen jedoch, wann immer möglich, die Farbgebung über eingefärbtes Granulat direkt im Spritzguss vorzunehmen – das spart Prozessschritte und ist langzeitstabiler. Für Beschriftungen eignet sich die Lasermarkierung besonders gut, da sie abriebfest und ohne zusätzliche Medien auskommt.

Ja, beides ist realisierbar. Relevant für Gehäuse mit IP68 aus Kunststoff oder ähnlichen Schutzklassen sind Wandstärke, Werkstoffwahl, Dichtungsquerschnitt und die Auslegung der Gegenflächen. Für Unterwasseranwendungen setzen wir auf hydrolysebeständige Thermoplaste wie PBT oder PPS in Kombination mit auf Dauereintauchung ausgelegten Dichtungswerkstoffen. Für Hochdruckanwendungen dimensionieren wir Wandstärken, Rippenstrukturen und Dichtungsgeometrie gezielt auf den geforderten Betriebsdruck.

Kunststoffgehäuse sind immer dann die erste Wahl, wenn Metall zu schwer, zu teuer oder elektrisch ungeeignet ist. Typische Einsatzfelder sind Kunststoffgehäuse für Elektronik und Steuerungstechnik, Gehäuse in der Medizintechnik aus Kunststoff, Automotive und E-Mobilität, Sensorgehäuse aus Kunststoff, sowie im Industrie- und Anlagenbau. In Verbindung mit einer aufvulkanisierten Dichtung erfüllen sie dabei zuverlässig auch anspruchsvolle Schutzklassen- und Medienanforderungen bis IP69.

Wir bringen Gummi in Form und Ihre Projekte zum Laufen